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Das Hummeltelefon – aktuelle Daten liegen vor

Nach zwei Monaten des Sammelns von Fotos und Daten zieht das Hummeltelefon Bilanz. Die Mitmachaktion des Instituts für Biodiversitätsinformation e.V. (IfBI) in Ebern und des BUND Naturschutz in Bayern e.V. war auch im vierten Jahr ein voller Erfolg. Zahlreiche Teilnehmer, die ihr Hummelfoto eingeschickten, haben eine Bestimmung der Hummelart und Informationen dazu erhalten. Auch aus dem Landkreis Neustadt/Aisch-Bad Windsheim waren viele Hummelbegeisterte zu melden.

07.07.2021

„Sie können Ihre Meldung auf der Homepage des IfBI unter www.ifbi.net/Hummeltelefon finden“, erklärt Karin Eigenthaler, die Kreisvorsitzende des BN, „auf der Karte können Sie Ihren Wohnort anklicken und Ihre Meldung finden“. Sie bedankt sich bei allen Teilnehmern für die fleißige Hummelsuche.

Von den 1806 Teilnehmern aus Bayern waren 1381 zum ersten Mal dabei. Über 3400 Fundmeldungen waren zu bearbeiten. Das Projekt fördert die Artenkenntnis und sensibilisiert die Teilnehmer für die heimischen Insekten. Daneben werden bayernweit Daten zum Vorkommen und zur Verbreitung von Hummeln gewonnen. 

Zur Aktionszeit des Hummeltelefons im Frühjahr sind ausschließlich Hummelköniginnen unterwegs. Sie sind groß und leicht zu entdecken. Inzwischen haben sie ihren Staat aufgebaut. Aus den ersten Eiern sind Arbeiterinnen geschlüpft, die sich um die Futterbeschaffung und den Nestbau kümmern. Die ersten Arbeiterinnen sind kleiner, sie mussten alle von der Königin versorgt werden. Je größer das Volk wird, desto mehr verteilt sich die Arbeit. Je nach Hummelart umfassen die Völker 50 bis 600 Tiere.

Hummeln sind sehr fleißige Tiere, sie fliegen bereits bei einer Temperatur von 6 Grad, während Honigbienen erst ab mindestens 10 Grad zum Sammeln losziehen. Damit sind Hummeln wichtige Bestäuber für viele Nutzpflanzen auch bei kühlerer Temperatur. In Deutschland gibt es 36 Hummelarten, 16 Arten stehen auf der Roten Liste der bedrohten Arten.