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Eichhörnchen-Projekt läuft seit einem Jahr

Im April 2020 startete der BUND Naturschutz das großangelegte Bürgerforscher-Projekt „Eichhörnchen in Bayern“. Auch hier im Landkreis Neustadt/Aisch-Bad Windsheim wurden die Menschen aufgefordert, Daten zu erfassen, um herauszufinden, wie es den Eichhörnchen geht.

07.05.2021

Ziel des Projektes war und ist es, mehr über die Verbreitung dieser Tierart zu erfahren und das Wissen über Entwicklung und Zustand der Eichhörnchen-Populationen zu verbessern.

Jetzt liegt eine erste Bilanz über die Meldungen der Bürger vor. Hier im Landkreis wurden 124 Meldungen für 138 Tiere seit Projektstart abgegeben. Bayernweit sind es sogar 10.400 Meldungen und rund 12.500 Tiere.

Die Nager gehören vielleicht zu den beliebtesten Wildtieren. Trotzdem haben sie es zunehmend schwer, gute Lebensräume zu finden. Der ursprüngliche Lebensraum des Eichhörnchens sind Wälder. Als sogenannte Kulturfolger sind sie auch in Städten und Gärten anzutreffen. Dort ernähren sie sich von energiereichen Baumsamen und -früchten, die jedoch erst ab einem gewissen Baumalter produziert werden. Im Siedlungsbereich profitieren die Baumkletterer von den traditionellen Streuobstwiesen, von Walnussbäumen und Haselnusssträuchern in den Gärten.
Wirft man einen Blick auf die interaktive Bayernkarte der Projektmeldeseite, gewinnt man den Eindruck, dass Eichhörnchen nur in der Stadt leben. „Dieser Anschein trügt. Momentan sind mehr Bürgerforscher in den Städten und Siedlungen unterwegs und melden dort ihre gesichteten Tiere. Aus diesem Grund freuen wir uns besonders über Daten zum Vorkommen von Eichhörnchen aus größeren Waldgebieten,“ erklärt Moni Nunn von BN Arbeitskreis Artenschutz.  „Die bisher eingegangenen Daten sind sehr gut und verraten uns eine Menge über das Verhalten und die unterschiedlichen Fellfarben der Eichhörnchen. Richtig gute Aussagen über die geographische Verteilung der Nager können wir aber erst treffen, wenn wir Daten auch zu den Wäldern erhalten und die Meldungen mehrerer Jahre miteinander vergleichen können“, so Moni Nunn, „deshalb melden Sie uns bitte weiter Ihre Eichhörnchen-Sichtungen über die BN-Webseite oder noch einfacher mit der Smartphone-App „Eichhörnchen in Bayern“, die es für Android und iOS Betriebssysteme kostenfrei zum Download gibt. Auf der BN-Homepage finden Sie unter „Eichhörnchen in Bayern“ auch viele Hinweise, wie Sie Ihren Garten eichhörnchenfreundlich gestalten und damit auch anderen Tieren helfen können.“