Tagpfauenaugen sind wieder da

Für einige Wochen waren sie verschwunden. Nun fliegen sie wieder in den Gärten und der freien Natur. Allerdings sind das nicht die Schmetterlinge, die im Frühjahr unterwegs waren, sondern die nächste Generation.

Tagpfauenauge, Foto: Waltraud Rohr
04.09.2018

Tagpfauenaugen überwintern als  Falter und fliegen im Frühjahr bei den ersten Sonnenstrahlen los. Sie paaren sich und legen Eier ab. In unseren Regionen finden sich die Eier an Brennnesseln, der Hauptfutterpflanze der Raupen. Aus den Eiern schlüpfen kleine Räupchen, deren wichtigste Beschäftigung fressen und wachsen ist. Da die Haut nicht mitwächst, müssen sich die Raupen immer wieder häuten. Ist eine Brennnesselpflanze leergefressen, bleibt nur noch ein Stengelgerüst übrig. Die Raupen wechseln dann zur nächsten Brennnessel, bis sie nach der vierten Häutung ihre endgültige Größe erreichen. Sie verpuppen sich und wandeln sich um zum Schmetterling. Dieser schlüpft, pumpt seine Flügel auf und lässt sie aushärten. Erst dann kann er losfliegen. „Diese neuen Falter sehen wir jetzt fliegen“, so Moni Nunn von Arbeitskreis Artenschutz.

„ Die Falter nutzen fast alle Blüten, pflanzen Sie in Ihrem Garten doch insektenfreundliche, blühende Blumen und Sträucher.

Für die Raupen können Sie auch einfach ein paar Brennnesseln wachsen lassen, sie sind Futterpflanzen auch für andere Schmetterlingsarten. Je nach Standort, ob schattig, sonnig, trocken oder feucht, werden verschiedene Arten sie nutzen“, so der Rat des AK Artenschutz.

Übrigens: Die jetzt fliegenden Tagpfauenaugen werden als die 1. Generation des Jahres bezeichnet,  die 2. Generation fliegt dann im September und Oktober und überwintert.