Zur Startseite

Projekte

Themen

Ortsgruppen

Wasserfrösche oder Grünfrösche – was genau ist das?

Wenn man derzeit an einem Teich entlang geht, hört man laut Frösche rufen. Hierbei handelt es sich um Wasserfrösche, die im Mai und Juni ihre Laichzeit haben. Anders als die im zeitigen Frühjahr wandernden Erdkröten und Grasfrösche, die nur leise Laute von sich geben, grenzen die Grünfroschmännchen mit lautem Quaken ihr Revier ab und werben um Weibchen. Die Schallblasen verstärken dabei den Ruf.
Die Grünfrösche heißen auch Wasserfrösche, weil sie längere Zeit im Gewässer verweilen als die Erdkröten und Grasfrösche, die nur kurz zur Fortpflanzung ihr Laichgewässer aufsuchen und dann wieder in ihre Sommerlebensräume abwandern.
Grasfrösche verbringen die Zeit in feuchten Wiesen, deshalb auch der Name Grasfrosch.
Erdkröten besiedeln Laub- und Mischwälder sowie halboffene Landschaften aus Wiesen, Weiden, Hecken und Streuobstbeständen.
Wasserfrösche haben eine eher spitz zulaufende Kopfform. Außerdem läuft ein hellerer Strich von der Schnauze über den Rücken bis zur Kloake. Ansonsten ist die Färbung überwiegend grün, mit Varianten nach braun und grau.

Unsere Wasserfrösche werden in drei Arten eingeteilt. Der größte ist der Seefrosch, der kleinste der Kleine Wasserfrosch. Der Teichfrosch ist eine Kreuzung aus diesen beiden Arten. Das Besondere ist, dass die Kreuzungen, sogenannte Hybride, wieder Nachwuchs zeugen können. Die Wasserfrösche verankern ihre Laichballen an Pflanzen unter dem Wasser, damit fallen die Laichballen kaum auf. Die Kaulquappen suchen nach dem Schlüpfen Schutz unter Pflanzenblättern. Sie ernähren sich vor allem von Algen, tierischen Einzellern sowie von Resten abgestorbener Pflanzen und Tiere, mit zunehmendem Alter stehen vermehrt auch kleine tierische Organismen auf dem Speiseplan.

Die ausgewachsenen Grünfrösche leben in erster Linie von Insekten, Spinnen und Würmern, verschmähen aber auch kleinere Artgenossen oder Kaulquappen nicht als Nahrung. Nachdem die Wasserfrösche meist in der Nähe von Gewässern bleiben, einige sogar im Bodensediment überwintern, sind sie in den Eimern an den Amphibienschutzzäunen nicht sehr häufig zu finden. Jetzt kann man sie gut an Teichen und Seen beobachten. „Hören Sie sich doch einmal ein Froschkonzert an und versuchen herauszuhören, aus wie vielen Tieren das Orchester besteht“, fordert die Amphibienexpertin Sigrid Baurmann vom BUND Naturschutz auf.