Der Gewöhnliche Natternkopf (Echium vulgare) - Wildpflanze des Jahres 2026
Als Wildpflanze ist er zweijährig. Im ersten Jahr keimt er und entwickelt eine am Boden anliegende Blattrosette, darunter eine Pfahlwurzel, mit der er sich den Boden erschließt und seine Wasserversorgung sichert.Im zweiten Jahr wachsen ein bis mehrere Stängel, an denen sich dann auch die Blüten zeigen. Die Blütenblätter sind zunächst rosa. Die Blüten bieten reichlich Nektar für die sie anfliegenden Insekten. Schmetterlinge besuchen die Blüten gerne, über 40 verschiedene Schmetterlingsarten wurden an den Blüten gezählt, u.a. Distelfalter, Schwalbenschwanz und der Mittlere Weinschwärmer. Nach der Bestäubung der Blüte wechselt die Blütenfarbe zu blau und die Pflanze produziert keinen Nektar mehr. Mit der blauen Farbe wissen die bestäubenden Insekten, dass es für sie kein Futter mehr gibt und sie fliegen die Blüte nicht mehr an. Der Samen reift heran, die Pflanze stirbt ab.
Der Gewöhnliche Natternkopf ist in ganz Europa verbreitet. Aufgrund seiner attraktiven Farbe wird er auch als Zierpflanze in Gärten verwendet. Mit einer Höhe von bis zu 100 cm ist er nicht zu übersehen. Auch die Honigbiene, verschiedene Wildbienen und Hummeln fliegen den Natternkopf an und sammeln Nektar und Pollen. Der Natternkopf bietet sowohl auf ihn spezialisierten als auch anderen Insekten eine reiche Nahrungsquelle.
„Pflanzen oder säe Sie den Natternkopf doch auch in Ihrem Garten, damit helfen Sie vielen Insekten. Diese können Sie an der Blüte dann gut beobachten“, so Moni Nunn, die umweltpädagogische Mitarbeiterin der BUND Naturschutz Kreisgruppe Neustadt/Aisch-Bad Windsheim.



